Pädagogische Schwerpunkte
Die Naturpädagogik ist ein ganzheitlicher pädagogischer Ansatz, der die Natur als vorrangigen Lern-, Erfahrungs- und Entwicklungsraum nutzt. Im Zentrum steht das zweckfreie Erleben und Entdecken mit allen Sinnen, um eine tiefe, emotionale Beziehung zur Umwelt aufzubauen. Anstatt theoretisches Faktenwissen in den Vordergrund zu stellen, setzt dieser Ansatz auf das eigene Handeln, Staunen und Forschen.Ziele und Methoden:
- Naturbeobachtung: Begleiten von Jahreszeiten, Pflanzenwachstum und Tierspuren.
- Beziehungsaufbau: Emotionale Bindung zur Tier- und Pflanzenwelt schaffen.
- Ganzheitliches Lernen: Förderung von Körper, Geist und Seele.
- Selbstwirksamkeit: Eigene Fähigkeiten durch freies Erkunden erfahren.
- Nachhaltigkeit: Grundlagen für umweltbewusstes Handeln verankern.
- Gesundheit: Stärkung des Immunsystems und Stressabbau im Freien.
- Sinnliche Wahrnehmung: Fühlen von Moos, Riechen von Waldboden, Hören von Vögeln.
- Einsatz von Naturmaterialien: Zweckfreies Bewegen und Spielen ohne vorgefertigtes Spielzeug, Kreativ sein mit dem, was die Natur uns bietet
Ernährung ist mehr als satt werden.
1. Bereich: Ernährungsbildung & Lebensmittelkompetenz
- Ziele:
- Kinder entwickeln ein Bewusstsein für gesunde, frische und saisonale Lebensmittel.
- Kinder verstehen den gesamten Prozess der Essenszubereitung (von der Zutat bis zum fertigen Gericht).
- Die Einrichtung sichert eine hohe fachliche Qualität nach aktuellen Standards der Ernährungsbildung.
- Methoden:
- Mitmach-Aktionen: Aktive Beteiligung der Kinder bei der Auswahl der Zutaten und der Zubereitung (z. B. Apfelmus einkochen, Marmelade zubereiten, Brot backen).
- BeKi-Zertifizierung: Nutzung der vielfältigen Fachmaterialien der Landesinitiative „Bewusste Kinderernährung“.
- Qualitätssicherung: Regelmäßige Einladung einer BeKi-Referentin für Vorträge und Fortbildungen des Teams.
2. Bereich: Mahlzeiten als pädagogische Zeit & Beziehungsarbeit
- Ziele:
- Gemeinsame Mahlzeiten (Frühstück bis Mittagessen) werden als wertvolle Bildungs- und Beziehungszeit genutzt.
- Kinder erlernen ein gesundes und ausgewogenes Essverhalten durch Nachahmung.
- Kinder entwickeln Neugier und Offenheit gegenüber unbekannten Lebensmitteln.
- Methoden:
- Vorbildfunktion: Pädagogische Fachkräfte leben als feste Bezugspersonen ein gesundes Essverhalten aktiv vor.
- Kulinarische Entdeckungen: Regelmäßiges gemeinsames Ausprobieren von neuen Gerichten und Lebensmitteln.
3. Bereich: Tischkultur, Rituale & Sozialkompetenz
- Ziele:
- Kinder erleben Mahlzeiten in einer ruhigen, strukturierten Atmosphäre, die Sicherheit und Orientierung bietet.
- Kinder stärken ihre Sozialkompetenz und erleben sich als Teil einer festen Gemeinschaft.
- Methoden:
- Feste Tischrituale: Verbindliches gemeinsames Beginnen und Beenden aller Mahlzeiten.
- Strukturierte Umgebung: Begleitung der Kinder zu ruhigem Sitzen am Tisch während des Essens.
- Soziales Lernen: Aktives Einfordern und Vorleben von Werten wie Teilen, Abgeben und gegenseitiger Rücksichtnahme.




